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09.10. – 13.10.2023 durfte die J2 eine interessante Woche in unserer Hauptstadt verbringen und dabei ein vielfältiges Programm absolvieren.
Hinfahrt:
Bereits um 6:50 Uhr ging es am Hauptbahnhof Stuttgart los. Viel zu früh natürlich…so dass außer den LehrerInnen noch niemand motiviert sein konnte und die Hinfahrt erstmal ausgiebig dazu genutzt wurde, sich von dem frühen Aufstehen zu erholen.
Anschließend ging es direkt zum Einchecken ins Aletto-Hotel Kudamm beim Zoologischen Garten.
Besichtigung des Olympia-Stadions:
Direkt am ersten Nachmittag stand die Besichtigung des Olympiastadions auf dem Plan. Wir haben eine Führung durch das ganze Stadion bekommen und dabei den geschichtlichen Hintergrund erfahren. Das Stadion ist zur Zeit des Nationalsozialismus entstanden, weshalb man auch jetzt noch viele Spuren dieser Zeit am Stadion entdecken kann. In diesem Stadion wurden viele Rekorde aufgestellt und viele berühmte Personen, wie z.B. Messi, haben dort Fußball gespielt oder auch Beyoncé, die dort ein Konzert aufgeführt hat. Wir durften einen Blick in die Backstage-Bereiche, sowie VIP-Bereiche werfen, wobei wir erfahren haben, wo sich die Promis aufgehalten haben. Insgesamt hat es uns allen sehr gefallen und wir hatten alle sehr viel Spaß daran, das Olympiastadion besichtigen zu dürfen.
Stadtrallye durch Berlin:
Am Dienstag und Mittwoch gab es für uns eine Stadtrallye in Form einer realen Scotland-Yard-Version. Die Mister X - Gruppe musste zwei Stunden lang vor den Detektiven abhauen und dabei unentdeckt bleiben. Alle zehn Minuten mussten die Gruppen in einer WhatsApp-Gruppe ihren Standort mitteilen. So konnten die Detektive Pläne schmieden, um die Mister X - Gruppe zu fangen. Mit U-Bahn und S-Bahn sind die Gruppen durch Berlin gefahren, haben Challenges gemacht und haben so ein Gefühl für die Stadt bekommen. An beiden Tagen hat die Mister X - Gruppe mit Herrn Deichl trotzdem gewonnen. Obwohl es des Öfteren sehr knapp war.

Zum Abschluss ging es dann noch für alle 285 Stufen hoch auf die Siegessäule, von wo man einen wunderbaren Blick auf den Fernsehturm, das Brandenburger Tor und die Stadt Berlin allgemein hatte.
Comedyflash und Quatsch Comedy Club:
Am Dienstagabend war für alle Stand-Up-Comedy angesagt. Beim Comedyflash und der English Night des Quatsch Comedy Clubs wurden unsere Lachmuskeln auf Deutsch und Englisch aktiviert. Und auch wenn nicht alle Acts gleich lustig waren, war es doch insgesamt eine schöne Erfahrung und ein kurzweiliger Abend.
Hohenschönhausen:
Hohenschönhausen ist eine ehemalige Staatssicherheits-Haftanstalt aus Zeiten der DDR. Wir durften diese Kulturstädte am Dienstag und Donnerstag besichtigen und an diesem historisch wichtigen Ort mehr über die harten Zeiten der DDR lernen. Nach einer kurzen Einführung durften wir bereits in die Dauerausstellung und haben erstmals erfahren, dass es in dieser Haftanstalt härter zuging als gedacht. Ehemalig wurde sie als Sowjetisches Lager und Gefängnis verwendet, später dann von der Stasi (Staatssicherheit) übernommen und ausgebaut. Durch einen Zeitzeugen erfuhren wir, dass hier physisch und psychologisch Menschen gefoltert und unter Druck gesetzt wurden. Während der Führung wurde es Stück für Stück bedrückender und erschreckender, wodurch uns stärker bewusst wurde, wie wichtig es ist, dafür zu sorgen, dass sich solche Gräueltaten nie wiederholen. Spätestens bei den Berichten der Zeugen flossen die Tränen.
Freie Museumstour:
Ein Teil der Studienfahrt nach Berlin war eine freie Museumstour. Wir konnten ein Museum unserer Wahl aussuchen und entspannt durch die Ausstellung laufen.
Wir entschieden uns für das C/O Berlin. Gerade gab es dort eine Ausstellung einer amerikanischen Fotografin, Mary Ellen Mark, die diverse gesellschaftliche Schichten aus ganz verschiedenen Perspektiven fotografisch festgehalten hat.
Sachsenhausen:
Am Mittwochmorgen sind wir früh aufgebrochen, um den Zug zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Sachsenhausen zu erwischen. Angekommen hat jeder einen kleinen Audioguide und eine Karte des KZs bekommen. In kleinen Gruppen hatten wir dann die Möglichkeit, das ganze Gelände zu erkunden und uns umzusehen. Es war ein komisches Gefühl durch dieses ehemalige Lager zu laufen und zu wissen, was den Menschen dort angetan wurde. Heute wirkt es sehr ruhig dort, aber vor nicht einmal 100 Jahren wurden Menschen dort unter menschenverachtenden Verhältnissen gefangen gehalten, gefoltert und getötet. Und dies zu wissen, hat einem schon ein sehr komisches Gefühl gegeben, da es einem sehr nahe geht.
Besuch im Bundestag
Wir waren in zwei Gruppen eingeteilt, die an unterschiedlichen Tagen den Bundestag besuchten.

Nach der Sicherheitskontrolle durften wir eine Stunde auf der Tribüne des Plenarsaals verbringen und den Debatten der PolitikerInnen zuhören. Anschließend hatte eine Gruppe die Möglichkeit, Cem Özdemir persönlich zu treffen und Fragen zu stellen. Die andere Gruppe konnte ein Gespräch mit einem Angestellten von dem Linken-Politiker Bernd Riexinger führen.

Eine der beiden Gruppen besichtigte daraufhin die Kuppel des Bundestages und bewunderte die schöne Aussicht. Zum Abschluss aß eine Gruppe Mittagessen in der Cafeteria des Paul-Löbe-Hauses. Die andere Gruppe hatte bereits vor dem Bundestagsbesuch dort gegessen.

Insgesamt war der Besuch informativ und spannend, da wir dadurch einen genaueren Einblick in die Politik in Deutschland bekommen haben.
Berliner Unterwelten:
Am Donnerstagmittag ist ein Teil unserer Gruppe in die Unterwelt Berlins abgetaucht. Gemeinsam mit einem super netten Guide haben wir die unterirdischen Bunker und Tunnel, die während des Kalten Kriegs gebaut wurden, erkundet. Diese Bunker und Tunnel dienten in erster Linie zum Schutz vor einem potentiellen Angriff während des Kalten Kriegs. Durch effektive Planung und Versorgung hätten damals 3400 Menschen Flucht in diesen Bunkern gefunden. Insgesamt gibt es mehr als 20 unterirdische Systeme unter Berlin, welche teilweise noch heute funktionstüchtig wären.
Abschließend kann man sagen, dass wir die Unterweltentour überraschend interessant und unterhaltend fanden. Wir können diese also nur für euren nächsten Berlintrip empfehlen!
Improtheater-Workshop:
Am Donnerstagnachmittag war eine Gruppe mit Herrn Deichl und am Montagnachmittag eine andere Gruppe im Improtheater in Kreuzberg. Zu Beginn haben wir Aufwärmspiele gespielt und die Stimmung stieg schnell. Im Anschluss haben wir dann angefangen, Geschichten zu improvisieren und schnell ging es dann auch ans Schauspielern. Es hat uns allen großen Spaß gemacht und zu einigen Lachern geführt! Am Ende des Workshops haben wir die Zeit im Improtheater reflektiert und gemerkt, dass wir einiges mitnehmen konnten und auch für den Alltag einiges lernen konnten, was die Kommunikation und das Verhalten mit Mitmenschen angeht.
Abschlussabend in der Bowling-World Berlin:
Die Berlin-Woche fand ihren krönenden Abschluss in der Bowling-Welt Berlin, wo auf mehreren Bahnen in kleinen Gruppen alle ihre Bowling-Skills zum Besten geben konnten und wo wir einen unterhaltsamen letzten Abend verbrachten.

Danke an die ganze Stufe für die tollen Erlebnisse und die gute Stimmung und an die LehrerInnen fürs Organisieren dieser schönen Fahrt!